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ÖGJ

Ausbildung ist der beste Weg für eine gute Zukunft

Trotzdem gibt des in Österreich 300.000 BildungsabrecherInnen. Das muss verhindert werden!

Jungen Menschen wird es immer schwieriger gemacht, sich eine sichere Zukunft aufzubauen. Wer in unsicheren Verhältnissen aufwächst, hat kaum eine Chance auf eine gute Ausbildung.

Was haben junge Mütter, Lehrlinge, die sich für den falschen Zweig entschieden haben, und Menschen, die als Jugendliche nach Österreich kamen, gemeinsam? Richtige Antwort: Sie bilden die größte Gruppe der jungen Menschen, die ihren Bildungsweg abbrechen und kaum eine zweite Chance erhalten. Alles in allem gibt es rund 300.000 BildungsabbrecherInnen.

Versagen der Bildungspolitik. Die Motive sind unterschiedlich. Das Bildungssystem nimmt auf den Zeitbedarf junger Mütter keine Rücksicht. Jugendliche, die im Alter von 15 Jahren eine falsche Entscheidung in der Wahl der Berufsausbildung trafen, werden ebenso aussortiert. Noch härter trifft es junge Menschen, die erst seit kurzem in Österreich sind und keine Chance hatten, Deutsch in der Schule zu lernen.

Kürzen & Sparen: Das falsche Signal! Die finanziellen Mittel, um dieser Gruppe zu helfen, wurden von der Regierung beinhart zusammengestrichen. Dadurch wurden Deutschkurse gestrichen, Lehrgänge eingestellt und Lehrlinge, die über 18 sind, bekommen in der überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA) nur noch 325 Euro statt wie vorher 750. Wer bereits auf eigenen Beinen steht hat Fixkosten, die selbst mit dem höheren Entgelt nur schwer abzudecken sind. Vielen bleibt nichts anderes übrig, als einen (Hilfs-)Job anzunehmen, um über die Runden zu kommen.

Bildung oder Hilfsarbeit? Nur rund die Hälfte der Menschen, die ihren Bildungsweg abbrechen, haben überhaupt einen Job, der häufig schlecht bezahlt ist und kaum Zukunftsperspektiven bietet. Alle Maßnahmen der Regierung zielen nur darauf ab, diesen Menschen die Würde und die Chancen zu nehmen. Statt 10.000 neue BildungsabbrecherInnen pro Jahrgang zu produzieren, sollten seit langem geforderte Punkte endlich umgesetzt werden:

  • Eine bessere und verpflichtende Berufsberatung in der Unterstufe.
  • Eine stabile Finanzierung der ÜBAs als Auffangnetz und eine Rücknahme der Kürzungen.
  • Ein bundesweiter Ausbildungsfonds (Fachkräftemilliarde), in den Betriebe einzahlen, die keine Lehrlinge ausbilden, um anderen Betrieben dadurch Förderungen geben zu können, um die Lehre noch höherwertiger zu gestalten.

Derzeit redet die Regierung das Problem klein. Das seien nur Einzelfälle. Da bleibt nur zu hoffen, dass diese asoziale Regierung ein Einzelfall bleibt.

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